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Austausch über Grenzen hinweg: Schwedische Delegation besucht Schulmentoren in Hamburg

Jörg Belden kommt mit den Teilnehmern über schulische Elternkooperation und die Projektstrukturen ins Gespräch. Jörg Belden kommt mit den Teilnehmern über schulische Elternkooperation und die Projektstrukturen ins Gespräch.
Schulmentoren-Referent Jörg Belden kommt mit den Gästen aus Schweden über schulische Elternkooperation und die Projektstrukturen ins Gespräch.

Drei Tage fachlicher Dialog über Elternpartizipation, Bildungswege und Chancengleichheit

Vom 2. bis 4. März 2026 war eine neunköpfige Delegation aus Schweden zu Gast beim Projekt Schulmentoren in Hamburg. Der Besuch war ein Gegenbesuch, nachdem das Schulmentoren-Team im Vorjahr selbst Schweden besucht hatte. Die interdisziplinär zusammengesetzte Gruppe aus Schweden arbeitet im ESF-geförderten Projekt „Invest in the Future“ und besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Helsingborg, Mitarbeitenden einer lokalen Wohnungsbaugesellschaft sowie Lehrkräften und einer Schulleitung.

Auftakt bei der KWB

Zum Auftakt des dreitägigen Besuchs in Hamburg empfing der Projektleiter von „Schulmentoren“, Dr. Alexei Medvedev, die Delegation. Im Anschluss stellte Jörg Belden das Projekt vor und erläuterte die Zusammenarbeit mit Eltern sowie die Qualifizierungsangebote. Olaf Dierker, Leiter der TLA Akademie, ergänzte den Auftakt mit einem Einblick in die Online-Aktivitäten der KWB und zeigte auf, wie digitale Formate im Rahmen des Projekts „Schulmentoren“ umgesetzt werden. Im Mittelpunkt des Interesses der Gäste standen insbesondere die Strukturen des Projekts und die vielfältigen Ansätze, mit denen in Hamburg seit 2014 die Elternpartizipation gestärkt wird. Darüber hinaus bot der Besuch Gelegenheit zu einem intensiven fachlichen Austausch über Bildungszugänge, Kooperationen und die Bedeutung chancengerechter Bildungsangebote für Schülerinnen, Schüler und Eltern.

Stimmen aus der Praxis

Lara Igbekele moderiert den Austausch mit Mentorinnen, Sprach- und Kulturmittlerinnen und der Schulleitung Lara Igbekele moderiert den Austausch mit Mentorinnen, Sprach- und Kulturmittlerinnen und der Schulleitung
Lara Igbekele moderiert den Austausch mit Mentoren/-innen, Sprach- und Kulturmittler/-innen sowie der Schulleitung.

Am zweiten Tag traf sich die Gruppe im Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung, wo Irene Appiah die Gäste in Empfang nahm. Zu dem Termin kamen außerdem Hamburger Elternmentoren/-innen, Sprach- und Kulturmittler/-innen sowie die Leitung einer Projektschule hinzu, um aus ihrer Praxis zu berichten.

Moderiert von Lara Igbekele aus dem Schulmentoren-Team schilderten die Beteiligten, was sie in ihrem Mentoring-Alltag bewegt, welchen Herausforderungen sie begegnen und welche Erfahrungen sie als besonders prägend empfinden. Dabei ging es ebenso um persönliche Erfolge wie um die Motivation, sich für Eltern und Familien einzusetzen.

Einblick in Förderung und strukturelle Rahmenbedingungen

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Hamburger Innenstadt stand der Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Behörden auf dem Programm. Britta Giesecke und Nora Littwin von der Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation sowie Nils Willmann von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen erläuterten den strukturellen Rahmen, die Verankerung des Projekts in den beiden Behörden sowie die Förderung und die langfristige Bedeutung des Projekts.

Anschließend stellte Marie Tuschmann das KWB-Projekt "ServiceCenter Teilzeitausbildung" vor. Sie zeigte auf, wie Ausbildung in Teilzeit ermöglicht werden kann und wie sich Familie und Ausbildung miteinander verbinden lassen. Der Tag klang mit einer gemeinsamen Sightseeing-Tour und einem Blick über den Hamburger Hafen aus.

Marie Tuschmann erläutert am Beispiel des ServiceCenter Teilzeitausbildung, wie berufliche Ausbildung niedrigschwellig ermöglicht werden kann. Marie Tuschmann erläutert am Beispiel des ServiceCenter Teilzeitausbildung, wie berufliche Ausbildung niedrigschwellig ermöglicht werden kann.
Marie Tuschmann erläutert am Beispiel des ServiceCenter Teilzeitausbildung, wie berufliche Ausbildung niedrigschwellig ermöglicht werden kann.

MINT-Förderung und Perspektiven nach der Schule

Unter Anleitung von Maria Pohlgeers experimentieren die Teilnehmer*innen und und erleben Physik, Mathematik und Technik spielerisch. Unter Anleitung von Maria Pohlgeers experimentieren die Teilnehmer*innen und und erleben Physik, Mathematik und Technik spielerisch.
Unter Anleitung von Maria Pohlgeers experimentieren die Gäste aus Schweden und erleben Physik, Mathematik und Technik spielerisch.

Am dritten Besuchstag führte das Programm die Gruppe ins MINTarium in Mümmelmannsberg. Dort stellte Maria Pohlgeers den außerschulischen Experimentier- und Lernort für Schülerinnen und Schüler an Grund- und weiterführenden Schulen vor. Die interaktive Vermittlung der MINT-Fächer Mathematik, IT, Naturwissenschaften und Technik hinterließ bei den Gästen aus Schweden ebenso Eindruck wie beim Team der Schulmentoren.

Zum Abschluss rückte der Übergang von der Schule in Ausbildung und Studium in den Mittelpunkt. Die beiden Abiturientinnen und ehemaligen Schulmentoren-Praktikantinnen Dicle Özdemir und Sena Kocaman berichteten aus erster Hand von ihren Praktikumserfahrungen im Projekt und von berufsorientierenden Angeboten an Hamburger Schulen, wie zum Beispiel Praktika, Studien- und Berufsorientierungswochen sowie Jobmessen.

Internationale Zusammenarbeit mit nachhaltigen Impulsen

Die drei Besuchstage waren geprägt von offenem Austausch, fachlichen Gesprächen und vielfältigen Einblicken in die Praxis. Die Delegation aus Helsingborg erhielt ein umfassendes Bild davon, wie Elternpartizipation in Hamburg gelebt und weiterentwickelt wird. Gleichzeitig nahm auch das Team der Schulmentoren viele Impulse aus dem Austausch mit.

Der Besuch machte damit deutlich, wie wertvoll internationale Zusammenarbeit im Bildungsbereich ist, wenn gemeinsame Fragen im Mittelpunkt stehen: die Stärkung von Schülerinnen und Schülern, Eltern, gelingende Bildungsübergänge und mehr Chancengleichheit.

Sena Kocaman und Dicle Özdemir teilen ihre Erfahrungen in Bezug auf berufliche Bildung in Hamburg Sena Kocaman und Dicle Özdemir teilen ihre Erfahrungen in Bezug auf berufliche Bildung in Hamburg
Das Schulmentoren-Team gemeinsam mit den Gästen aus Schweden.

Tel.: 040 334241-455

Anna Semenova
(zurzeit in Mutterschutz/Elternzeit)


Das Projekt "Schulmentoren – Für starke Schulen" wird von der Europäischen Union und von der Freien und Hansestadt Hamburg finanziert.